Gemeindegeburt


Das Konzept der Gemeindegeburt ist eine Sache, auf die wir seit längerem immer wieder stoßen. Allerdings ist das Ganze durch unsere derzeitige Vorbereitung auf Hamburg und natürlich Anjas Schwangerschaft richtig „lebendig“ geworden und Gott hat dadurch sehr viel zu uns gesprochen.

Normalerweise spricht man ja von Gemeindegründung. Das Konzept der Gemeindegeburt ist nicht neu, aber umschließt einen größeren zeitlichen Rahmen.

Im Grunde geht es nicht darum, wie können wir möglichst viele Gemeinden gründen, sondern darum, wie können möglichst gesunde „Baby-Gemeinden“ geboren werden und wie können sie selbst zu „Mutter-Gemeinden“ werden.

Warum das Wort ,Geburt‘ anstatt von ,Gründung‘?

Es gibt viele Parallelen zwischen einer Gemeindegründung und einer Schwangerschaft.

  • Die Schwangerschaft wird dadurch begonnen, dass ein Same in den Leib der Frau ”gepflanzt” wird.

Genauso pflanzt Gott auch einen Samen in das Herz des Gemeindegründers und damit in den Leib der Gemeinde.  

  • Dieses neue Leben entwickelt sich im geschützten Bauch der Mutter. Es ist umgeben von einer Fruchtblase. Dort wird es mit allem versorgt, was es zum überleben braucht.

Der Gemeindegründer befindet sich zu diesem Zeitpunkt auch in einer geschützten “Blase”: seine Heimatgemeinde. Hier sollte er mit allem versorgt werden, damit dieser Same weiter wachsen und sich entwickeln kann. 

  • Nach einer gewissen Zeit merkt die Mutter, dass etwas anders ist.  Das ist der Zeitpunkt, an dem sie eventuell einen Schwangerschaftstest macht und herausfindet, dass sie schwanger ist. Wenn alles richtig läuft, dann werden sie und alle Beteiligten sich sehr darüber freuen. Jetzt können sie damit anfangen, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass bald ein Baby das Licht der Welt erblicken wird.

Die Gemeinde als Ganzes muss auch zu einem gewissen Zeitpunkt darüber informiert werden, dass sich in ihrer Mitte etwas entwickelt. Auch hier werden sich die Leute darüber freuen, wenn alles richtig läuft. So hat die Gemeinde genügend Zeit sich auf die “Geburt ” dieser neuen Gemeinde einzustellen.

  • Eine Schwangerschaft wird immer gegenwärtiger je weiter sie fortschreitet. Es ist nicht eine Sache, die irgendwie im Hintergrund abläuft. Man wird täglich daran erinnert.

Die Vorbereitung einer Gemeindegründung sollte auch nicht im Hintergrund ablaufen. Die “Muttergemeinde” sollte regelmäßig daran erinnert werden. 

  • Während der Schwangerschaft finden Ultraschalls statt. Hier kann die Mutter (und der Arzt) das Kind sehen und genauer untersuchen. Normalerweise nimmt man von so einem Ultraschall auch ein Bild mit nach Hause.

Für die Gemeindegründung ist es gut, wenn sich die Heimatgemeinde so hinter dieses Projekt stellt, dass sie sogar bereit sind, sich die ganze Sache aus der Nähe anzusehen und dafür zu beten. (siehe Vision “Gebetstour”) Wenn das passiert, wird sich die Gemeinde und die ganze Situation verändern, weil sich die Leute ein “Bild” mit nach Hause genommen haben.

  • Im letzten Abschnitt der Schwangerschaft muss die Mutter dann alle 2 Wochen zur Vorsorgeuntersuchung. Die Spannung wächst.

Genauso ist es gut, die Spannung vor der Geburt der Gemeinde steigen zu lassen.

  • Die Geburt selber ist schmerzhaft, anstrengend, oft lang für die Mutter, aber sie ist bereit all das auf sich zu nehmen, weil sie sich auf ihr Baby freut.

Genauso geht es auch der Gemeinde, wenn eine Vision vorhanden ist. Sie nimmt die Strapazen und die Kosten gerne auf sich, weil sie erkennt, dass diese neue Gemeinde ein Kind aus ihrer Mitte ist.

  • Nach der Geburt ist das Kind ein Teil der Familie. Es wird so lange von den Eltern abhängig sein, bis es auf eigenen Beinen stehen kann. Die Eltern nehmen das natürlich gerne in Kauf.

Die junge Gemeinde ist auch auf die Hilfe von außen angewiesen. Der gesündeste und natürlichste Weg ist die Unterstützung aus der eigenen Heimatgemeinde bis das “Kind” auf eigenen Beinen stehen kann.

  • Wenn all das in geordneten Bahnen abläuft, dann wird aus diesem Kind ein gesunder Erwachsener, der eine gute Beziehung zu seinen Eltern hat und der selber Kinder haben will.

Dasselbe sollte auch das Ziel in der Gemeindegründung sein. Nicht die Quantität sondern die Qualität. Gesunde Gemeinden zu gründen, die ein gutes Verhältnis zu der Muttergemeinde haben und dann selber Gemeinden gründen.